Ronja Räubertochter (Astrid Lindgren)

ronja.jpeg Das 1982 in Deutschland erschienene Kinderbuch „Ronja Räubertochter“, wahrscheinlich eines der bekanntesten Bücher Astrid Lindgrens, handelt von dem Mädchen Ronja, dass auf der Suche nach eigener Identität und Unabhängigkeit viele Abenteuer bestehen muss.

Ronja ist die Tochter des Räuberhauptmanns Mattis und seiner Frau Lovis. In der Nacht, in der Ronja geboren wird, spaltet ein Blitz die Mattisburg, den Sitz der Räuberbande, in der Mitte. Ronja wächst auf der Mattisburg im Mattiswald zusammen mit ihren Eltern und deren Räuberbande auf, bis sie eines Tages Birk Borkason, den Sohn des verfeindeten Räuberhauptmanns Borka und dessen Frau Undis, kennenlernt und sich später mit ihm anfreundet. Deren Sippe (die Borkaräuber) hat sich in dem abgetrennten Teil der Mattisburg eingenistet, der jetzt als Borkafeste bezeichnet wird. Als der Konflikt zwischen den beiden Sippen eskaliert, da die beiden Kinder im Geheimen sehr nah zusammengewachsen sind, ziehen Ronja und Birk gemeinsam in eine alte Bärenhöhle im Wald. Dort bestehen die beiden viele Abenteuer während sie langsam ihr Heim bewohnbar machen und die Versorgung mit Nahrung sichern. Jedoch bleiben Probleme nicht aus: der Winter kommt, und damit auch Kälte, Nahrungsmangel und auch die Freundschaft von Ronja und Birk leidet. Mattis’ Sehnsucht nach seiner Tochter bewegt ihn schließlich dazu, mit Borka in Dialog zu treten, um den Konflikt zu lösen.

Die Autorin dieses Kultbuches ist Astrid Lindgren. Am 14.November 1907 auf Näs bei Vimmerby in Schweden geboren und am 28 Januar 2004 gestorben schieb dieses Buch nach zum Beispiel „Die Kinder von Bullerbü“, „Pippi Langstrumpf“, „Mio mein Mio“ und „Karlsson vom Dach“ und setzte damit die Reihe der erfolgreichen Kinderbücher fort. Ihre ersten Geschichten entwickelte sie beim Geschichtenerzählen für ihre eigenen Kindern. Alle diese Geschichten spielen zumindest teilweise in einer realen Welt, bis auf „Ronja Räubertochter“.

Dieses Werk hat meine Kindheit, so wie viele weitere Bücher Astrid Lindgrens, sehr geprägt, da es genau das Gefühl der Unabhängigkeit beschrieb, welches ich mir zu der Zeit wünschte: Ronja und Birk ziehen einfach von den Eltern weg und leben allein. Auf sich gestellt und mitten in der Wildnis meistern sie ihr Leben, bauen sich eine Wohnung auf und erleben spannende Abenteuer! Welches Kind wünscht sich nicht, auf wilden Pferden zu reiten und einen starken und treuen Freund an seiner Seite zu haben, auf den man sich immer verlassen kann? Jedenfalls war das, neben dem Auszug aus der elterlichen Wohnung und eine „Räubertochter“ zu werden, mein größter Wunsch. Versucht habe ich natürlich nach der Lektüre im Wald zu leben, allerdings stellte sich die Verpflegung als ziemlich schwierig heraus, da der Bentheimer Wald nicht gerade vor Nahrungsquellen strotzt, auf jeden Fall von keinen, die mir zu der Zeit zugänglich gewesen wären. Jedoch das Gefühl der Freiheit und Unabhängigkeit für die paar Stunden bleibt unvergessen.

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7 Antworten zu Ronja Räubertochter (Astrid Lindgren)

  1. thorsten81888 sagt:

    Eine sehr gute Kritik, die genau das was mein wenn man an Ronja Räubertochter denkt ausdrückt, das Gefühl der Unabhängigkeit, der loslösens von den eigenen Eltern, was bestimmt jeder Heranwachsende schon einmal verspürt hat.
    Auch der Inhalt wird gut wiedergegeben, ebenfalls die Wirkung die er hat.
    Eine Kritik über ein Buch welches den Titel Kultbuch sicher verdient hat!

  2. iris88 sagt:

    Hallo Imme!
    Ich finde deine Kultbuchkritik durchaus gelungen.Die Inhaltbeschreibung zu Beginn hätte man vielleicht etwas kürzer halten können. Gut finde ich, dass du auch näher Beschreibungen zu Astrid Lindgren und ihren anderen Werken lieferst.Deine Kritik ist sehr lustig, da du am Ende überzeugend eigene Erlebnisse beschreibst.=) Hierdurch ist nachvollziehbar warum dieses Buch für dich ein Kultbuch ist…

  3. brittamaus sagt:

    Deine Rezension ist sehr ausführlich und gelungen. Gute Inhaltswiedergabe, guter Bezug zu Deiner Kindheit und zu Deinen Erfahrungen. Du auf der Suche nach der eigenen Identität…ja, wer wünscht sich das nicht. Insofern wirkt Deine Rezension sehr überzeugend. Ronja Räubertochter ist wirklich sehr toll, da muss ich Dir zustimmen. Aber greif unseren tollen Bentheimer Wald nicht an, wer sagt, dass es da keine Gnome, Wilddruden oder “Wiesu denn bluuß?!”- Männchen gibt? Das nur nebenbei ;-)

    Herzlichst, Brö!

  4. friederike89 sagt:

    Eine sehr lustige und unterhaltsame Kultbuchkritik! Die Informationen über den Inhalt und die Autorin sind interessant und haben eine gute Länge, aber am Besten finde ich den letzten Abschnitt, in dem du erklärst, warum “Ronja Räubertochter” ein Kultbuch für dich darstellt. Deine emotionale und lustige Beschreibung machen es leicht, die Faszination zu verstehen, die von diesem Buch ausgeht!

  5. Lisa sagt:

    Ja, da stimm ich zu…
    Besonders die Vorstellung, dass du im Bentheimer Wald lebst machst für mich noch einfacher (da so anscheulich) zu verstehen, wie faszinierend du Ronja gefunden hast und was für eine Wirkung dieses Buch auf Kinder haben mag!

  6. meggy sagt:

    naja ist ganz gut aber ich würde etwas lyrischer sxhreiben

  7. Sammy sagt:

    ich finde das buch toll und spannent
    das muss ich umbedingt weiter ampfelen

    allsi kauf und lißt es ich sag nur es isr toll

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